Virus 14 – Wie wird man eigentlich Gesundheitsmimister?

Wie wird man eigentlich Gesundheitsminister? Bei einer Regierungsbildung geht’s natürlich in erster Linie um die wichtigen Ressorts, also Innen- und Finanzministerium. Eventuell auch um das Aussenministerium, hängt vom Kanzler ab. Seit Kreisky kennen wir die Möglichkeit, einen Parteisoldaten zum Aussenminister zu machen und die Sache selbst in die Hand zu nehmen. Um diese Ressorts rittern die grossen Buben. Aber es müssen auch noch Mitläufer und politische Leichtgewichte mit Posten versorgt werden. Personen, die man eigentlich nicht braucht, die vielleicht sogar schädlich sind, die sich aber nicht abschütteln lassen.

So ist Arschober zum Gesundheitsminister geworden, in normale Zeiten ein Job für Leute wie ihn. Dumm gelaufen, dass wir jetzt eine Krise haben, nicht zuletzt durch das Fehlverhalten der Dummies in der Regierung. Welche Aufgaben hat der Gesundheitsminister normalerweise? Alljährlich zum Höhepunkt der Grippewelle zum impfen auffordern. Am Ende des Fiskaljahres etwaige Überschüsse im Ministerium für die 48. Auflage der Plizfibel heranziehen, damit kein Cent überbleibt.

Am 30. Jänner erklärt die WHO die Epidemie zu einer Gesundheitlichen Notalge internationaler Tragweite und es gibt den ersten Corona-Fall in Tirol. Am 25 Februar verkündet Arschober „Grenzschliessungen haben wir ausgeschlossen“. Spätere Generationen werden diese Aussage in einem Atemzug mit dem Ruf „Eisberg voraus“ auf der Titanic nennen, hier wie da hätte man – bei richtiger Reaktion – noch viele Menschen retten können.

Am 1. März meint Arschober, dass er prüfen wird, ob weitere Massnahmen nötig sind („Presse“). Man musste zu diesem Zeitpunkt kein Prophet sein um zu wissen, was weiter passieren wird – China hatte es da schon vorgemacht. Wer so etwas zu diesem Zeitpunkt absondert muss entweder ein Idiot sein oder absolut gleichgültig der Gesundheit der Bevölkerung gegenüberstehen.

Wie wird man Gesundheitsstadtrat von Wien? So wie man Gesundheitsminister wird, nur eine Nummer kleiner. Peter Hacker, aus unerklärlichen Gründen immer noch Gesundheitsstadtrat und noch nicht zurückgetreten, hat am 12. Mäz in der „Krone“ in völliger Verkennung der Situation erklärt, dass grossflächige Sperren von Lokalen nicht notwendig sind. Weiters versteigt sich diese für eine führende Position völlig ungeeignete Kreatur zur Aussage, dass „Ausgangssperren undenkbar sind und und nicht weiterbringen“. Die Ausgangssperren werden dann zwar aus Ausgangsbeschränkungen bezeichnet, aber Hacker ist angesichts der völligen Fehleinschätzung der Situation durch eine geeignete Person zu ersetzen. Wird natürlich nicht passieren, wir sind schliesslich in Wien.

 

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